Ein Mädchen blickt mit dem Fernglas über einen See

2. OÖ KulturEXPO I April bis Dezember 2027

UNESCO-Welterbe und
Immaterielles Kulturerbe in Oberösterreich

Welterbe entdecken

Als wandelbares Kultur-Format richtet sich die OÖ KulturEXPO jedes Mal neu aus. Ausgangspunkt ist stets Oberösterreich mit seiner Geschichte, seiner Natur, seiner Kultur und seinen Menschen.

Die zweite OÖ KulturEXPO 2027 lädt von April bis Dezember 2027 dazu ein, das UNESCO-Welterbe an vier Welterbestätten und das Immaterielle Kulturerbe in Oberösterreich neu zu entdecken.

Portrait von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer
© Max Mayrhofer

„Ob UNESCO-Welterbe oder Immaterielles Kulturerbe – sie alle erzählen von der Vielfalt, der Geschichte und der besonderen Identität unseres Landes. Unsere Aufgabe ist es, dieses Erbe nicht nur zu bewahren, sondern es lebendig zu halten. Wir schauen drauf.“

Landeshauptmann
Mag. Thomas Stelzer

SCHAU DRAUF

UNESCO-Welterbe

Welterbe ist ein gewichtiger Begriff, der vom Schutz herausragender Kultur- und Naturgüter erzählt. Seit 1972 verzeichnet die UNESCO auf Basis eines Übereinkommens den Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Aktuell sind darin mehr als 1200 Stätten in 168 Staaten gelistet. Österreich ist mit 12 Welterbestätten vertreten, vier davon befinden sich zu Teilen in Oberösterreich.

Vier UNESCO-Welterbestätten sind Schauplätze der OÖ KulturEXPO 2027. Sie entstanden über Jahrhunderte und Jahrtausende, durch Zufall oder Absicht, als Produkt menschlichen Handelns oder natürlicher Prozesse.

Die Schlögener Donauschlinge von oben © Wolfgang Simlinger
Pfahlbauten-Fundregion am Mondsee © Kuratorium Pfahlbauten
Hallstatt am Hallstättersee mit Dachstein © Wolfgang Simlinger
Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen © Wolfgang Simlinger

Die Welterbestätten auf einen Blick

Verborgen in stillen Gewässern liegt dieses UNESCO-Welterbe, an dem Österreich seit 2011 Anteil hat. Vier dieser urgeschichtlichen Siedlungsreste befinden sich in oberösterreichischen Seen, drei davon im Attersee und eine im Mondsee.

Seit 1997 ist die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut UNESCO-Welterbe. Hier wurde bereits seit prähistorischer Zeit Salz abgebaut, das zum wichtigsten Wirtschafts- und Exportgut dieser Kulturlandschaft wurde und einem ganzen Abschnitt der Eisenzeit ihren Namen gab: Hallstattzeit.

Entlang der Donau verlief einst die Grenze des Römischen Reichs, die eine soziale und kulturelle Entwicklung ermöglichte, die den europäischen Raum entscheidend formte. In Oberösterreich gibt es folgende Fundstätten: Oberranna, Schlögen, Wilhering, Linz und Enns.

Mehr als ein Fünftel Europas war einst mit Wald bedeckt. Mit der Sesshaftigkeit der Menschen wurden diese zugunsten von Ackerland und Weidegebieten gerodet. Seit 2017 ist Oberösterreich mit den 5252 Hektar großen Flächen im Nationalpark Kalkalpen Teil des UNESCO-Welterbes.

Beschriftete Karte Oberösterreichs mit den vier Welterbestätten
Die Hände eines Mannes vernähen einen roten Lederriemen an einem Werktisch mit Handwerkzeug © iStock / Francesco Corticchia
Die Hand eines Musikers in Tracht umfasst eine Trompete, dahinter weitere Blechbläser © iStock / lorenzot81
Viele erhobene Hände applaudieren bei einer Veranstaltung im Freien © iStock / Nikada
Ein Kind und ein Erwachsener drücken gemeinsam Erde um einen neu gepflanzten Baum fest © iStock / Maksym Belchenko
Vier Menschen sitzen im Freien im Gespräch, ein Mann erklärt etwas mit den Händen © iStock / MTStock Studio

WEITERGEBEN, WAS UNS BERÜHRT

Immaterielles Kulturerbe

Seit 2003 gibt es das UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes. Dieses umfasst überlieferte Traditionen, darstellende Künste, gesellschaftliche Rituale und Feste sowie Wissen um Natur oder Handwerkskünste. Allein für Österreich sind aktuell rund 180 Kulturpraktiken angeführt.

Kulturerbe entdecken

SCHAU SCHAU

Kulturvermittlung zum Staunen, Mitmachen und gemeinsam Entdecken

Die OÖ KulturEXPO 2027 lädt ein, Oberösterreichs UNESCO-Welterbestätten auf neue und spannende Weise kennenzulernen. Mit vielfältigen Angeboten für Groß und Klein wird Welterbe und Immaterielles Kulturerbe lebendig, greifbar und erlebbar gemacht. Die unterschiedlichen Formate wecken Neugier, vermitteln Wissen auf verständliche Weise und machen Lust, sich mit Kultur, Geschichte und den Besonderheiten der Region auseinanderzusetzen.

Welterbe³ ist ein dreistufiges Bildungsprogramm, das Schüler:innen das UNESCO-Welterbe und das Immaterielle Kulturerbe Oberösterreichs auf praxisnahe Weise näherbringt. Nach einem interaktiven Schulworkshop zu den vier oberösterreichischen Welterbestätten, können gemeinsam mit Trägerinnen und Trägern des Immateriellen Kulturerbes eigene Projekte umgesetzt und das Erlebte anschließend bei Exkursionen vertieft werden.

Welterbe³

1. Workshop

Ein interaktiver Workshop an der Schule vermittelt, was UNESCO-Welterbe bedeutet. Mithilfe eines riesigen Buches tauchen die Schüler:innen ein in die spannende Geschichte der vier oberösterreichischen Welterbestätten. In vier Kapiteln entdecken sie, wo diese besonderen Orte liegen, warum sie so wichtig sind und was das eigentlich mit uns zu tun hat.

Kinder arbeiten im Workshop mit Stempeln an einem großen Buch
© MONOS

Welterbe³

2. IKE-Buddy-Projekt

IKE-Buddys sind Menschen, die für Traditionen brennen und ihr Wissen und ihre Begeisterung mit jungen Menschen teilen.

„IKE“ steht für Immaterielles Kulturerbe. Gemeinsam mit einem IKE-Buddy entwickeln Schüler:innen ihr eigenes Projekt: Sie entdecken eine Tradition, lernen Menschen dahinter kennen und machen daraus etwas Neues.

Eine Kulturvermittlerin arbeitet mit zwei Kindern an einem Projekt
© MONOS

Welterbe³

3. Exkursion

Zum Abschluss besuchen die Schüler:innen eine Welterbestätte in Oberösterreich oder tauchen tiefer in das Immaterielle Kulturerbe ein. Eine Übersicht mit Kontakten und Angeboten erleichtert die Planung und Buchung passender Exkursionsziele.

Kinder mit Kopfhörern bei einer Ausstellungs-Exkursion
© MONOS

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